Kreuz und Hahn

Der Turm war eingerüstet und der Blick aus unmittelbarer Nähe brachte es an den Tag: Turmdach, Kreuz und Hahn waren deutlich renovierungsbedürftig. Der Zahn der Zeit und ein Blitzschlag hatten dem Dach und besonders der Befestigung des Metallkreuzes so zugesetzt, dass dringender Handlungsbedarf bestand. Durch einen Kranwagen wurden das Kreuz und der Hahn vom Dach gehoben.

 

 

Aus nächster Nähe waren nun gut die Einschusslöcher im Hahn erkennbar, die dieser wohl als Zeuge der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg abbekommen hatte. Wie in vielen andern Orten auch hatten amerikanische Soldaten Wetterfahnen und Kirchturmhähne als Zielscheiben benutzt.

 

Das Turmdach wurde komplett neu mit Schiefer eingedeckt, das Kreuz wieder sicher auf dem Turmreiter befestigt. Nur der Hahn hätte wieder im alten Zustand auf die Turmspitze gesetzt werden müssen, wenn nicht Goldschmied Gerald Hagemann die Vergoldung gestiftet hätte. Dank dieser großzügigen Spende erstrahlt jetzt der alte Hahn (er trägt die Jahreszahl 1859) in neuem Glanz auf dem Kirchturm. Er ist traditionelles Symbol für Licht und Heil, verkündet den nahenden Tag (Christus), mahnt aber auch zu Wachsamkeit und Treue (Mk 13, 35 bzw. Mt 26, 34).